Zur Auftaktveranstaltung der TAFELN DER BEGEGNUNG kommen 50 Zugewanderte und Einheimische ins Palais Bose

Immer wieder müssen am 15. Oktober 2015 Stühle nachgestellt werden, ist doch der Antrag zur Auftaktveranstaltung des Projekts TAFELN DER BEGEGNUNG (mehr dazu hier…) im Palais Bose, beschaulich im Dessauer Theater- und Johannisviertel gelegen, riesengroß. Am Ende sind es 50 Interessierte die sich für das Integrationskonzept der etwas anderen Art, gefördert und unterstützt von der PARTNERSCHAFT FÜR DEMOKRATIE, begeistern. Das darunter auch 15 Flüchtlinge und Zugewanderte sind zeigt zudem eindrucksvoll, dass die Prämisse „Miteinander reden statt übereinander“ ganz offensichtlich schon zu Beginn aufgeht.


„Es geht um Neugier und manchmal auch um Unsicherheiten, dass man nicht weiß, wie man sich verhalten soll“, sagt Ralf Zaizek. Das engagierte Mitglied der Quartiersinitiative Theater- und Johannisviertel hat zusammen mit anderen Mitstreiter_innen das Projekt kurzentschlossen erst im August dieses Jahres auf der Taufe gehoben. Doch bevor er mehr zu den Details verrät, kommt er den Pflichten eines guten Gastgebers nach: „Herzlich Willkommen zu unserer Willkommenstafel. Wir möchten Sie als Nachbarn kennenlernen und wie es üblich ist, mit Ihnen ins Gespräch kommen.“ Explizit will das Zaizek als Einladung für alle verstehen, egal ob Flüchtling, Zugewanderter oder Einheimischer: „ Dabei ist es uns völlig egal, warum Sie heute da sind.“ Gekommen sind zudem Expert_innen, die zu den kommenden TAFELN noch eine substantielle Rolle spielen werden. Ein Vertreter der Arbeitsagentur ebenso, wie die Hochschule Anhalt, die Dessauer Wohungsbaugesellschaft, die Johanniskirche ist genauso am Start, wie das BBFZ Mehrgenerationenhaus. „Arbeit, Job, Schule, Freizeit und Wohnen – diesen Felder der Integration wollen wir uns ganz konkret widmen“, bringt es Zaizek auf den Punkt. Doch zunächst steht das ungezwungene Beisammensein, die niedrigschwellige Begegnung an. „Außer heute wird es bei den TAFELN keine Vorträge geben, wir setzen auf eine lockere Atmosphäre“, verkündet Ralf Zaizek weiter. Doch bevor es soweit ist, hat das Mitglied der Quartiersinitiative noch eine wichtige Botschaft im Gepäck: „Ich befürchte, dass wir die Willkommenskultur immer wieder verteidigen müssen.“ Damit spielt er auf die rassistischen und rechtsextremen Mobilisierungen, zum Beispiel im Umfeld der zukünftigen Flüchtlingsunterkunft in Roßlau an, und schiebt eine klare Botschaft hinterher: „Wir werden das in unserem Viertel nicht zulassen.“



Und während auf den frischgebackenen Kuchen hingewiesen wird, betreten wieder 4 Flüchtlinge aus Syrien das Palais Bose. Was oft versucht wird und dennoch selten funktioniert, passt an diesem Tag irgendwie. Flüchtlinge und Einheimische kommen bei Tee oder einen Glas Rotwein unproblematisch ins Gespräch, da wo die englisch- und französischsprachigen Sprachmittler_innen nicht weiterhelfen, tun es auch Gesten.



Ein vielversprechender Auftakt der Interesse weckt und Mut macht – nicht nur auf die nächste TAFEL DER BEGEGNUNG.  


INFOS / KONTAKT
Quartiersinitiative Theater- und Johannisviertel
Im VorOrt-Haus
Claudia Trautmann
Wolfgangstrasse 13
06844 Dessau-Roßlau
Telefon: 0173 668 59 21
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!         

Abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter!

Themen & Termine

Interkulturelle Woche 2018
22. September bis 3. Oktober 2018

Mehr dazu hier...

Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute
26. September bis 25. Oktober 2018
Jüdischen Gemeinde zu Dessau (Kantorstraße 3, 06842 Dessau-Roßlau)

Mehr dazu hier...

 

 

Hier geht es zur vormaligen Homepage des LOKALEN AKTIONSPLANS

BEITRÄGE 2007-2014