800-Marke geknackt // Oberbürgermeister Peter Kuras bestärkt Flüchtlingsunterstützer

"Ich habe gleich acht Pakete von der Klasse 8b der Kreuzbergschule dabei", sagt eine Spenderin nicht ohne Stolz und verweist zugleich darauf, dass die Schüler_innen insgesamt 30 Willkommenspakete geschnürt haben. Alle hätte sie heute unmöglich mitbringen können. Am Ende der Aktion am 10. November 2015 ist das Foyer in der Roßlauer Waldstr. 15 wieder randvoll mit Winterkleidung, Dreikantstiften, Notizblöcken, Hygieneartikeln und warmen Decken. Der Zähler steht jetzt bei insgesamt 800 Willkommenspräsenten, die in den bislang vier Aufrufen  (mehr dazu hier...) HERZ STATT HASS zusammengekommen sind.



Viele der engagierten Spender_innen wollen völlig zu recht wissen, was eigentlich mit den Sachen passiert. Das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE weiß darauf eine Antwort. Die eigentlichen Willkommenspakete werden so den Flüchtlingen bei den Erstaufnahmegesprächen im Dessauer Sozialamt, die immer dienstags stattfinden, direkt überreicht. Die Kleiderspenden verbleiben indes vorerst in Roßlau, weil der dortige Ortschaftsrat vor Ort eine eigene Spendensammelstelle einrichtet. Das freut auch Rainer Hampel vom Mehrgenerationenhaus im BBFZ Dessau. Der berichtet von den zahlreichen Initiativen zur Flüchtlingsunterstützung in seinem Haus. Neben einem Willkommenscafe, immer Montags, einer Hausaufgabenhilfe und einer Nähwerkstatt gibt´s dort seit kurzem auch einen Alltagsdeutschkurs für die Geflüchteten. Alles ehremamtlich - versteht sich.


Rainer Hampel stellt die Angebote des BBFZ Mehrgenerationenhaus vor

"Dank an alle, die hier die Willkommenskultur mit Leben erfüllen", sagt Oberbürgermeister Peter Kuras. Der Oberbürgermeister der Stadt bringt damit zum Ausdruck wie wichtig es ist Menschen ein Gefühl der Sicherheit zu geben, die aus ihrem Land vor Krieg und überbordender Gewalt geflohen sind. Zudem ist er sich sicher, dass es Dessau-Roßlau nicht überfordert: "In einer Stadt die seit der Wende 31.000 Einwohner verloren hat, können wir bis zu 1.200 Flüchtlinge aufnehmen." Überdies findet das Stadtoberhaupt deutliche Worte für PEGIDA-Rassisten und Neonazis, deren Rhetorik ihn an die Sprache des Nationalsozialismus erinnere: "Wer hinter Galgen hinterherrennt und sich wieder Konzentrationslager wünscht kann beteuern das er kein Nazi ist - ich glaube denen kein Wort."


Oberbürgermeister Peter Kuras bezieht deutliche Position


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