Filmische Dokumentation des Höhepunkts der WOCHEN GELEBTER DEMOKRATIE läuft ab sofort im Offenen Kanal

Die Netzwerkkonferenz DER WEG ZUR STADT GELEBTER TOLERANZ, gefördert und unterstützt von der PARTNERSCHAFT FÜr DEMOKRATIE, starterte am 12. November 2015 mit zwei eindringlichen und - angesichtlich der aktuellen Lage auch durchaus ambitionierten - Grußworten des Oberbürgermeisters Peter Kuras und des Leitenden Oberstaatsanwaltes Folker Bittmann. Ein weiteres Highlight war zweifellos ein lebendiger Fachvortrag von Prof. Heinz Kleger aus Potsdam. Äußerst produktive Workshops und eine substantielle Podiumsdiskussion rundeten das Programm ab. Nun ist die gesamte Konferenz im Offenen Kanal Dessau zu sehen.


Der Oberbürgermeister würdigte die anhaltische Tradition der Toleranz, insbesondere gegenüber Andersdenkenden. Auch um die aktuelle  Notwendigkeit für eine Toleranzdebatte in der Stadt zu verdeutlichen,  erinnert er daran, dass "unsere Stadt einmal so innovativ und aufgeschlossen war, dass sie hochmotivierte und aufgeschlossene Leute  angezogen hat".



Prof. Heinz Kleger erklärte in seinem Vortrag, wie es in Potsdam gelungen  ist, ein Stadtgespräch zur Toleranz durchzuführen, in dessen Ergebnis  sich Potsdam seit 2008 "Stadt der Toleranz" nennt. Er beschrieb den Weg zum Austausch zwischen Bürgerschaft, Politik und  Verwaltung und die  Chancen, die ein solcher - in Potsdam fortdauernder - Gesprächsprozess  für eine Stadt grundsätzlich bietet. Sein Fazit: "Ich glaube, dass wir  auch in Zukunft diese breite Bürgerbeteiligung brauchen, um gemeinsam  die Stadtprobleme lösen zu können - wie z.B. die Unterbringung von  Flüchtlingen. Dafür braucht man die verschiedensten Akteure - weder die  Politik noch die Verwaltung noch die Zivilgesellschaft kann das alleine  schaffen."



Nach dem Vortrag zogen sich die Teilnehmer_innen der Netzwerkkonferenz  in drei parallele Workshops zurück, um einzelne Themenfelder einer  beginnenden Toleranzdebatte abzustecken: Politik und Leitbild / Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit / Kulturelle Identität.Die Workshopergebnisse wurden im Anschluss im Plenum vorgestellt und in  einer Podiums- und Plenumsdiskussion ausgewertet.

Es stellte sich heraus, dass neben dem Begriff der Toleranz auch der der  Bürgerbeteiligung zunächst definiert werden musste. Auf dem Podium  nannte Walter Matthias von der Dessauer Wohnungsbaugesellschaft mbH eine  wichtige Bedingung für Beteiligung: "Den Menschen zuhören zu können, ist  die wichtigste Grundvoraussetzung für den Dialog." Information als ersten Schritt zur Teilhabe war von den Teilnehmer_innen  des Workshops "Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit" ebenso  gefordert worden, wie "ein offenes Ohr" für die Belange der Bürgerschaft  und konkrete Gesprächsforen.



Aus dem Workshop "Politik und Leitbild" kam der Vorschlag, gemeinsam -  stadtweit - eine Charta der Toleranz zu entwickeln. Hier würden sich zwei Phasen der Bürgerbeteiligung ergeben: bei der Entwicklung des Charta-Textes und bei der Verbreitung der Charta, die von möglichst  vielen Bürger_innen unterschrieben werden soll - und damit eine  individuelle Auseinandersetzung und ein Bekenntnis erfordert.

Einig waren sich die Teilnehmer_innen am Ende der Konferenz, dass gelebte Toleranz im Kleinen beginnt - mit Gesprächen. Und im Dialog mit der Bürgerschaft, der Wirtschaft, der Politik und der Verwaltung.


SERVICE

DER WEG ZUR STADT GELEBTER TOLERANZ läuft im Wochenprogramm vom 23.11. bis 29.11.15 täglich um 10 / 14 / 18 / 22 / 2 und 6 Uhr im Programm des Offenen Kanal Dessau sowie im Livestream (hier...) auf der Homepage des Bürgerfernsehens.



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