AWO Kreisverband Dessau-Roßlau startet Aufklärungs- und Sensibilisierungsprojekt

In dieser Zeit sind Millionen von Menschen auf der Flucht vor schweren Diskriminierungen und Repressalien. Die Gründe, aus denen Menschen gezwungen sind ihr Zuhause zu verlassen, sind vielfältig. Kriegerische Konflikte, Verfolgung, Angst vor Ermordung oder der Todesstrafe und Vergewaltigung sind meistens die Gründe dafür. Nach ihrer Ankunft in Deutschland stoßen sie oft auf viele engagierte Menschen, die sie Willkommen heißen und unterstützen. Oft aber auch auf Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit. Nicht selten ist die Ursache dafür schlicht Unwissenheit. Wo kommen diese Menschen her? Was waren die Gründe ihrer Flucht? Was haben sie auf ihrer Suche nach einem friedlichen Ort erlebt? Mit dem Projekt „Warum sind wir hier? – Fluchtgründe leicht erklärt“, gefördert von der PARTNERSCHAFT FÜR DEMOKRATIE, wird Aufklärungsarbeit geleistet und Jugendliche und junge Erwachsene sensibilisiert.


Geflüchtete Menschen erzählen im Rahmen partizipativ angelegter Workshops über die Gründe ihrer Flucht und die Erfahrungen, welche sie im Verlauf ihrer Flucht durchlebt haben. Dabei wird die Primärzielgruppe (Jugendliche und junge Erwachsene) nicht nur "konsumieren", sondern proaktiv in alle Phasen des Projektgeschehens eingebunden. So werden die pädagogischen Konzepte im Rahmen der umzusetzenden Projekttage im Vorfeld mit den Pädagog_innen (Schule; Maßnahmenträger der Erwachsenenbildung; Jugendfreizeiteinrichtungen) abgestimmt. Zur Gewinnung von Protagonisten wird im Rahmen des Projekts eng mit Trägern der Erwachsenenbildung und Jugendfreizeiteinrichtungen aus der Stadt zusammengearbeitet. Die Teilnehmerakquise von Flüchtlingen erfolgt in enger Abstimmung mit Trägern aus dem Handlungsfeld Migration/Integration.

Im Projektgeschehen sind insgesamt 3 Projekttage (je einer in Schule; Jugendfreizeiteinrichtung und Maßnahme für jugendliche Berufseinsteiger). Um mögliche Sprachbarrieren zu minimieren, wird zudem ein Einsatz von Sprachmittler_innen (www.sprachlotsen.de) erwogen.

"Das Projekt dient der Aufklärung und Sensibilisierung füreinander! Gerade im Kontext der jüngsten Ereignisse um das geplante Asylbewerberheim im Stadtteil Roßlau ist es wichtig, Menschen miteinander in Kontakt und ins Gespräch zu bringen" sagte Daniel Kutsche, der das Projekt im AWO-Kreisverband betreut.

Die ersten Workshops im Projekt sind bereits für den November 2015 geplant.


INFOS / KONTAKT

Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Dessau-Roßlau e. V.
Daniel Kutsche
Telefon: 0340 2164 7417
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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